Schwangerschaft

Die Zeit der Schwangerschaft ist eine spannende und erwartungsvolle Zeit mit viel Freude und intensiven Erfahrungen. Es ist ein ganz besonderes Ereignis in Ihrem Leben und es kommt Neues auf Sie zu. Sie haben sicher viele Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes. 

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die anstehenden Untersuchungen. Unser Schwangerschaftsfahrplan stellt einen komprimierten Überblick dar.

Weitere organisatorische Infos übers „Schwangersein“ in München und Neuigkeiten zum Thema „Schwangerschaft und COVID“ finden Sie jederzeit aktuell unter Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Kümmern Sie sich – falls gewünscht – zeitnah um eine Hebamme: hebammensuche.bayern.

Mutterschaftsrichtlinien

Die gesetzlich vorgegebenen Mutterschaftsrichtlinien bieten Ihnen ein breites Angebot medizinisch notwendiger Leistungen. Das Vorsorgeprogramm nützt Ihnen und Ihrem Baby allerdings nur dann, wenn Sie es regelmäßig in Anspruch nehmen. Kontinuierliche Untersuchungen sind die Voraussetzung dafür, Risiken so schnell wie möglich zu erkennen und zu behandeln.

 

Schwangerschaft PLUS!

Bestimmen Sie selbst, was Ihnen wichtig ist! Wir kommen gerne Ihrem Bedürfnis nach höchstmöglicher Sicherheit nach. Diese Leistungen können Ihnen noch mehr Sicherheit geben. Über die anfallenden Kosten informieren wir Sie gerne.

Mutterschaftsrichtlinie - die gesetzlichen Leistungen

Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung

Diese wird zunächst in ca. 4-wöchigem Abstand und später, angepasst an den Schwangerschaftsverlauf, in 2-wöchigen Intervallen durchgeführt.

Bei der Erstuntersuchung erfolgt neben einer ausführlichen Anamnese die Untersuchung von Scheide und Gebärmutter.

Die folgenden Untersuchungen werden bei den Vorsorgeterminen regelmäßig durchgeführt:

  • Blutdruckmessung
  • Urinuntersuchung
  • Gewichtskontrolle
  • Hämoglobinbestimmung – Eisenwert, abhängig vom letzten Befund
  • Ausschluss Chlamydieninfektion
  • Blutuntersuchungen

Zu Beginn der Schwangerschaft erfolgen die Bestimmung
der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie die Durchführung eines Antikörpersuchtestes, um gegebenenfalls eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festzustellen. Dieser Antikörpersuchtest wird zwischen der 24. und 27. SSW wiederholt. Falls bei Ihnen das Blutgruppenmerkmal „Rhesus negativ“ festgestellt wurde, erhalten Sie zwischen der 28. und 30. SSW eine Spritze, um einer möglichen Unverträglichkeit vorzubeugen.

Gesetzlich vorgeschrieben sind ferner ein Suchtest auf Geschlechts-krankheiten (Lues Suchreaktion – LSR) und ein Test auf „Röteln-Antikörper“, sofern nicht zwei Impfungen oder spezifische Antikörper nachgewiesen werden. Dies ist wichtig, da eine Infektion mit dem Rötelnvirus in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen bei Ihrem Kind führen kann.

Wir möchten Ihnen empfehlen, zusätzlich auch eine Untersuchung auf HIV (AIDS Virus) durchführen zu lassen.

Nach der 32. SSW wird nochmals eine Blutentnahme durchgeführt, die eine eventuell bestehende Infektion mit dem Hepatitis B Virus aufdecken soll. Eine solche Infektion könnte unter der Geburt zu einer Ansteckung Ihres Kindes führen.

Ernährungsberatung

In die ärztliche Beratung zu Beginn Ihrer Schwangerschaft werden auch Empfehlungen zur gesunden Ernährung einbezogen. Dies dient Ihrer eigenen Gesundheit sowie der optimalen Entwicklung Ihres Kindes. Grundlage hierfür ist die Tatsache, dass in der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf für bestimmte Mikronährstoffe besteht wie z. B.:

  • Folsäure
  • Jod
  • Eisen
  • Vitamin D
  • Omega-3-Fettsäuren .

Ernährungsberichte und Befragungen bei Frauen im gebärfähigen Alter zeigen eine deutliche Unterversorgung gerade mit diesen für die Entwicklung Ihres Kindes wichtigen Substanzen. Andererseits kann eine übermäßige Gewichtszunahme durch kalorienreiche Nahrung das Risiko für Erkrankungen in der Schwangerschaft wie Diabetes und Bluthochdruck begünstigen. Auch über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Kariesrisiko werden Sie aufgeklärt.

Ultraschall

Dreimal während der Schwangerschaft ist eine Beurteilung der kindlichen Entwicklung per Ultraschall vorgesehen.

  • Basisultraschall: 09. – 12. SSW
  • Basisultraschall: 19. – 22. SSW

Beim 2. Ultraschall können Sie zwischen zwei Alternativen wählen, um eventuelle Auffälligkeiten zu erkennen:

  1. a) einer Basis-Ultraschalluntersuchung
  2. b) einer erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung
  • Basisultraschall: 29. – 32. SSW

Wir bitten Sie herzlich, am Tag der Ultraschalluntersuchung Ihren Babybauch nicht einzucremen und (sofern vorhanden) Nabelpiercings zu entfernen. So sind die Bedingungen für die Untersuchung optimal.

Screening auf Schwangerschaftsdiabetes

Der Zuckertest wird zwischen der 24+0 und 27+6 SSW angeboten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, machen Sie zunächst einen Vortest, bei dem Sie ein Glas Wasser mit 50 Gramm Zucker (nicht nüchtern) trinken. Wird in diesem Vortest ein erhöhter Wert gefunden, dann erfolgt zeitnah ein zweiter Diagnosetest, der aufwändiger ist und dabei müssen Sie nüchtern sein, das heißt mindestens 8 Stunden nichts gegessen oder getrunken zu haben. Hierzu wird Ihnen jeweils Blut aus einer Armvene abgenommen. Mögliche Folgen eines Schwangerschaftsdiabetes sind die sogenannte Präeklampsie oder Geburtskomplikationen.

CTG

Ab dem dritten Schwangerschaftsdrittel überprüfen wir regelmäßig die Herzfrequenz Ihres Kindes und die Wehenbereitschaft Ihrer Gebärmutter 

Impfungen (Keuchhusten, Corona, Grippe)

Ab dem 3. Schwangerschaftsdrittel wird standardmäßig allen Schwangeren die Impfung gegen Pertussis (Keuchhusten) angeboten, damit das Ungeborene möglichst viele Antikörper über die Plazenta und die Nabelschnur erhält. So können Sie den Nestschutz Ihres Babies nach der Geburt verbessern, bevor es dann selbst geimpft werden kann. 

Impfung gegen COVID-19: Endlich hat die STIKO eine allgemeine Impfempfehlung für alle bisher ungeimpften Schwangeren und Stillenden ausgesprochen (STIKO Impfempfehlung für Schwangere und Stillende). Wir impfen ab der 20. Schwangerschaftswoche im Abstand von 4-6 Wochen 2 mal mit dem mRNA Impfstoff Comirnaty der Firma BioNtech. Jede Patientin entscheidet selbstverständlich weiterhin selbst, ob sie sich impfen lässt. Da es inzwischen Hinweise dafür gibt, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Verlauf einer Covid-Infektion im Vergleich zu gleichaltrigen nichtschwangeren Patientinnen haben, raten wir in den meisten Fällen zu einer Impfung. 

Je nach Jahreszeit wird empfohlen, Schwangere gegen Grippe zu impfen. Vorrangiges Ziel ist hierbei der Schutz der Schwangeren vor einer Grippeinfektion mit schwerem Verlauf.

Schwangerschaft Plus: unsere Zusatzangebote

Antikörper-Titerkontrollen: Toxoplasmose, Windpocken, CMV, Ringelröteln und Hepatitis C

Zum Ausschluss spezieller Infektionskrankheiten der Mutter, die bei einem Erstinfekt während der Schwangerschaft die Gesundheit und Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können, empfehlen wir eine Antikörper-Titerkontrolle im Blut. Falls Sie keine Antikörper haben, ist eine weitere Kontrolle später empfehlenswert.

Toxoplasmose

Eine Infektion erfolgt hauptsächlich durch Katzenkontakt (Katzenkot) oder durch den Genuss von rohem Fleisch (Mett oder Tartar, Schinken, Salami) oder nicht durchgebratenem Fleisch sowie ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat.

In Deutschland haben ca. 45-50% der Frauen im gebärfähigen Alter diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht und sind daher geschützt. Bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft können schwere Missbildungen mit Gehirnschäden und Erblindung beim Ungeborenen entstehen.

Durch eine Blutentnahme zu Beginn der Schwangerschaft können wir frühzeitig feststellen, ob bereits Antikörper (Abwehrstoffe) gegen Toxoplasmose gebildet wurden. Bei fehlender Immunabwehr sollten weitere Kontrolluntersuchungen folgen.

Windpocken

Bei einer Erstinfektion der Mutter während der Schwangerschaft kann es zu einem kongenitalen Varizellen Syndrom kommen. Auch eine mütterliche Infektion rund um die Geburt kann beim Neugeborenen zu einer schweren Infektion mit hoher Sterblichkeit führen. Falls Sie keine Antikörper haben, können Sie besondere Vorsorgemassnahmen während der Schwangerschaft einhalten und sich nach der Geburt impfen lassen.

Zytomegalie (CMV)

Die Zytomegalie ist die häufigste Infektion in der Schwangerschaft.

Viele Frauen in Deutschland waren schon vor der Schwangerschaft dem Erreger ausgesetzt und sind dadurch weitestgehend geschützt. Bei 40% der Frauen, die sich während einer Schwangerschaft erstmals mit Zytomegalie infizieren, erkrankt auch der Fetus. Hauptinfektionsquelle sind Kleinkinder unter 3 Jahren. Eine Erstinfektion der Mutter (oft symptomlos) ist für das Ungeborene in den ersten 14 Wochen der Schwangerschaft am häufigsten mit Spätfolgen verbunden (schwere neurologische Erkrankungen, Hörschäden bei Infektionen im späteren Schwangerschaftsverlauf). Die Therapieoptionen sind eingeschränkt und sollten schnell nach Feststellung einer Infektion beginnen. 

Ringelröteln

Parvovirus B19 verursacht Ringelröteln, eine der fünf üblicherweise mit Exanthem einhergehenden Kinderkrankheiten (Masern, Windpocken, Röteln, Scharlach, Ringelröteln). Das Virus infiziert und zerstört die Erythrozytenvorläufer und bedingt dadurch eine Anämie(Blutarmut).  Parvovirus B19 wird durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektionen mit Speichel, Blut oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen. Besonders Frauen, die mit kleinen Kindern in Kontakt sind (Erzieherinnen, Mütter von Kleinkindern etc) sind der Gefahr einer Infektion ausgesetzt.

Bei einem Erstkontakt mit Parvoviren während der Schwangerschaft muss eine engmaschige Überwachung durch Dopplersonographie eingeleitet werden, um die fetale Anämie frühzeitig zu diagnostizieren. Sollte dieser seltene Fall eintraten, bestehen Therapieoptionen für das Ungeborene.

Hepatitis C

Bei Wassergeburten wird meistens die Durchführung eines Hepatitis C Tests gefordert.

Kontrolle Schilddrüse

Leider ist die Kontrolle der Schilddrüse nicht standardmäßig in den Mutterschaftsrichtlinien verankert.

Es ist wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes, dass Ihre Schilddrüse während der Schwangerschaft gut eingestellt ist. Bei Vorerkrankung bitten wir um gemeinsame Betreuung mit regelmäßigen Kontrollen der Parameter durch Ihren Haus-/ oder Facharzt.

Rhesus negative Blutgruppe

Falls wir feststellen sollten, dass Sie Ihre Blutgruppe „Rhesus negativ“ ist, müssen Sie zur Vorbeugung einer Sensibilisierung gegen eine mögliche Rhesus-Positivität Ihres Kindes routinemäßig jeweils eine i.m. Spritze (Rhophlyac) während der Schwangerschaft und nach der Geburt sowie bei Blutungen im Verlauf der Schwangerschaft erhalten.

Diese Spritzen sind nicht nötig, wenn der Kindsvater auch Rhesus negativ ist. Wir benötigen zur Sicherheit einen schriftlichen Laborbefund- sehr gerne kann Ihr Partner bei uns die Blutuntersuchung durchführen lassen. Er erhält dann- genau wie Sie selbst auch- einen Blutgruppenausweis.

Sollte Ihr Partner eine „Rhesus positive“ Blutgruppe haben, besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Präna-/Harmony- Tests die Blutgruppe Ihres Kindes festzustellen. 

Nackenfaltenmessung, NIPT (PränaTest®, Harmony Test® etc), Invasive Diagnostik
  1. ETS (Mütterlicher Bluttest + Nackenfaltenmessung)

Immer mehr Frauen und Paare aller Altersgruppen wünschen eine frühe individuelle Risikoabschätzung für Chromosomenstörungen bzw. mögliche Fehlbildungen ihres Kindes. Mit dem Lebensalter der Mutter steigt das Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer Chromosomenstörung. Am häufigsten tritt eine Trisomie 21 („Down-Syndrom“) auf.

Das Ersttrimesterscreening umfasst die Messung der Nackenfalte (NT, Flüssigkeitsansammlung unter der Haut des kindlichen Nackens) sowie die Bestimmung zweier schwangerschaftsassoziierter Hormone (aus dem mütterlichen Blut). Es erlaubt unter Berücksichtigung des Lebensalters der Mutter eine individuelle Risikoberechnung für das Vorhandensein einer Trisomie 21 in dieser Schwangerschaft. 80% der Kinder mit Trisomie 21 zeigen im Ultraschall eine auffällige verdickte NT. In Kombination mit der Hormonanalyse erhöht sich die Treffsicherheit auf 95%. Es bleibt also ein Restrisiko von 5%. Zudem sei darauf hingewiesen, dass in seltenen Fällen auch sogenannte „falschpositive“ Befunde erhoben werden. Die NT-Messung kann nur in einem engen Zeitfenster in der Schwangerschaft von 11+0 bis 13+6 Wochen durchgeführt werden. Diese Untersuchung wird in einer Pränatalpraxis durchgeführt. Die Kosten für diese kombinierte Untersuchung sind laut Entscheidung des Bundesausschusses der Krankenkassen nicht Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge.

  1. NIPT (Nicht-Invasiver Pränataltest)

Des weiteren gibt es sogenannte nichtinvasive Tests zur Früherkennung von chromosomalen Störungen des Kindes, die mittels einer einfachen Blutentnahme bei der Mutter durchgeführt werden können. Dabei werden in einem aufwendigen Verfahren im mütterlichen Blut kindliche DNS Bruchstücke identifiziert und so die Zahl der fetalen Chromosomen bestimmt. Die alleinige Durchführung des Bluttests NIPT (Nicht – invasiver Pränatal-Test) auf Trisomie 21/18/13 sowie XO und XXY wird derzeit nicht empfohlen, da die NT-Messung auch auf andere nichtgenetische Fehlbildungen hinweisen kann. Es gibt momentan verschiedene Anbieter auf dem Markt (z.B. PränaTest®, Harmony Test® etc.).   

Diese Tests können ab der 9+0 SSW bei uns in der Praxis abgenommen werden. Nach ca. einer Woche erhalten wir das Testergebnis.

  1. Invasive Diagnostik

Für den Fall, dass die oben beschriebenen Untersuchungen zweifelhafte oder verdächtige Befunde ergeben oder aufgrund der Vorgeschichte der Verdacht auf eine genetische Erkrankung besteht, wird eine invasive Diagnostik (Chorionzottenbiopsie / Amniozentese = Fruchtwasseruntersuchung) in einer Pränatalpraxis angeraten. Hierbei wird die Erbinformation kindlicher Zellen genetisch untersucht. Nur durch eine dieser Methoden ist der 100%ige Ausschluss einer chromosomalen Störung möglich. Es besteht ein minimales Risiko für eine Fehlgeburt im Rahmen der Eingriffe.

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen

Ab Januar 2021 tritt eine neue Strahlenschutzverordnung in Kraft, in der auch auf Ultraschallanwendungen bei Schwangeren eingegangen wird. Hier wird wie folgt formuliert: „Bei der Anwendung von Ultraschallgeräten zu nichtmedizinischen Zwecken darf ein Fötus nicht exponiert werden.“ Ziel dieses neuen Gesetzes ist das Verbot von Ultraschall Babykinos in nichtmedizinischen Einrichtungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hat erneut bestätigt, dass durch Ultraschall keine Gesundheitsbelastung für den Feten besteht, die fetale Hirnentwicklung nicht beeinflusst wird, keine sekundären Effekte an fetalen Organen hervorgerufen werden und von 3D/4D Ultraschall für das Ungeborene keine größere Gefährdung ausgeht.

Kaum eine andere medizinische Methode ist in ihrer Wirkung so gründlich untersucht wie der geburtshilfliche Ultraschall („evidence based medicine). Nach Aussage führender Sonografie Experten besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer höheren Anzahl von Ultraschalluntersuchungen und dem positiven Ausgang der Schwangerschaft. Diese zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen sind zur Überwachung der fetalen Entwicklung medizinisch sinnvoll jedoch nicht zwingend notwendig.

3D-/4D- Ultraschall

Wir freuen uns, dass wir Ihnen zusätzlich zu den herkömmlichen Ultraschalluntersuchungen auch 3- und 4-Dimensionalen Ultraschall anbieten können (3D- und 4D-US).

Besonders 4D-Ultraschall ist beeindruckend, weil wir Ihr Kind plastisch und in seinen Bewegungen sehen. So kann man die fetale Entwicklung des Kindes noch besser beurteilen und vor allem die Morphologie des kindlichen Gesichtes besser als im zweidimensionalen Ultraschall beurteilen. Dies dient dem Ausschluss von Kiefer-Lippen-Gaumenspalten. Der günstigste Zeitpunkt für diese Untersuchung ist zwischen der 26. und 32. Schwangerschaftswoche.

Digitaler Versand von Ultraschallbildern

Als Service unserer Praxis versenden wir Ultraschallbilder im JPEG Format per SMS oder email an Sie – direkt von unseren Ultraschallgeräten aus.  Hierzu bedarf es eines Systems, das gesetzlich vorgeschriebene Kriterien der Datensicherheit aufweist. Sie erhalten beim Erstgespräch nach Feststellung der Schwangerschaft Informationen über die Funktionsweise dieses Dienstes.

Beratung Stammzellspende aus Nabelschnurblut

Stammzellen im Nabelschnurblut können direkt nach der Geburt im Kreissaal entnommen werden und aufbewahrt werden. Sie sind sehr wertvoll: Bei der Behandlung von rund 80 Krankheiten erfolgt heute schon der Einsatz von Stammzellen und es wird in vielen medizinischen Bereichen rege am weiteren Einsatz dieser Zellen geforscht.

Es gibt gemeinnützige und private Anbieter für die Aufbewahrung der Zellen. Wir beraten Sie gerne rechtzeitig während der Schwangerschaft- sprechen Sie uns bei Interesse gerne darauf an.

B-Streptokokken-Test

Bei 20 – 36 % der schwangeren Frauen finden sich Streptokokken der Gruppe B im Genitalbereich. Diese Bakterien sind normalerweise harmlose Besiedler der Vaginalschleimhaut. Schwangere können allerdings bei der Geburt das Neugeborene damit infizieren. Als Folge davon können beim Kind kurz nach der Geburt oder nach 1 – 6 Wochen schwere Infektionen auftreten. Die Frühinfektion geht mit Blutvergiftung (Sepsis), Lungen- und Hirnhautentzündung einher. Mit neurologischen Schäden und Langzeitfolgen ist bei dieser frühen Form ebenfalls zu rechnen. Bei der Spätform kann das Risiko, insbesondere bei Frühgeborenen, an einer solchen Infektion zu sterben sehr hoch sein. Aus diesen Gründen hat die Fachgesellschaft der Deutschen Gynäkologen Empfehlungen zur Vorbeugung gegen diese so genannte neonatale B-Streptokokkeninfektion gegeben.

Vorbeugung gegen die B-Streptokokkeninfektion

Eine ausführliche Befragung sollte im Vorfeld durch Ihren Arzt erfolgen. Hatte eines Ihrer Kinder bereits einmal nach der Geburt eine B-Streptokokkeninfektion oder hatten Sie selbst einmal einen Harnwegsinfekt mit B-Streptokokken? Dann sollte unter der Geburt auf jeden Fall eine Gabe von Antibiotika erfolgen. Ansonsten sollte bei jeder Schwangeren zwischen der 35. und 38. Schwangerschaftswoche eine Untersuchung auf Vorhandensein von B-Streptokokken durchgeführt werden. Hierzu braucht Ihr Arzt lediglich einen vaginorektalen Abstrich zu entnehmen. Diese Abstriche werden im Labor mittels einer bakteriologischen Kultur untersucht. Sollten bei Ihnen B-Streptokokken nachgewiesen werden, wird eine Gabe von Antibiotika unter der Geburt empfohlen, damit das Risiko für das Kind, sich zu infizieren, minimiert wird. Eine Antibiotikatherapie  längere  Zeit  vor  der  Geburt   ist   nicht ratsam, da die B-Streptokokken relativ schnell nach Beendigung der Therapie wieder auftauchen. Teilen Sie es auch der Klinik oder Ihrer Hebamme mit, wenn bei Ihnen B-Streptokokken bei der Vorsorgeuntersuchung gefunden worden sind.

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Akupunktur gehört zu den ältesten medizinischen Heilverfahren. Akupunktur ist in geschulter Hand praktisch nebenwirkungsfrei, jederzeit wiederholbar und auch neben anderen Behandlungsverfahren einsetzbar. Es ist schulmedizinisch erwiesen, dass geburtsvorbereitende Akupunktur die Eröffnungsphase der Geburt signifikant verkürzt. Wir bieten ab der 37. SSW einmal wöchentlich Akupunktur an. Während der Akupunktur liegen Sie bequem am CTG und können eine kleine Auszeit für sich und Ihr Baby nehmen.

Aku-Taping

Wir bieten Ihnen zusätzlich in unserer Praxis K-Taping® an. Hierbei handelt es sich um eine alternative Behandlungsmethode, bei der über unterschiedliche Tape-Anlagen (Klebestreifen) die Selbstheilungskräfte aktiviert und unterstützt werden.

Anwendungsgebiete 

In der Schwangerschaft / nach der Geburt:

  • Verspannung der Nackenmuskulatur
  • Ischias- und Rückenbeschwerden
  • Symphysenlockerung
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Bauchunterstützung
  • Lochialstau
  • Rückbildung der Gebärmutter
  • Milchstau / Mastitis
  • Narbentape nach Kaiserschnitt
  • Rektusdiastase

Gynäkologie:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Lymphstau

Schwangerschaftsfahrplan: Der Überblick

Schwangerschaftsfahrplan

Der „Fahrplan“ für Ihre Schwangerschaft

Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV)

Individuelle Gesundheitsleistung auf Wunsch

4.-8. SSW

(Schwangerschaftswoche)

SS-Feststellung 

Gewicht, Blutdruck, Urin

Mutterpass, Blutentnahme:

  • Blutgruppe mit Rhesusfaktor
  • Antikörpertest
  • Rötelntest
  • HIV (wenn gewünscht)
  • Hämoglobin (Hb)
  • Chlamydien im Urin
  • Lues-Suchreaktion

Arbeitsbescheinigung

 

Toxoplasmose-Screening

Zytomegalie-Screening

Windpocken-Screening

Parvoviren-Screening

Kontrolle Schilddrüse

Bis zur 30. SSW

Kontrolle alle 4 Wochen

 

9.-12. SSW

Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung (Muvo):

Gewicht, Blutdruck, Urin, Hb

I. Ultraschallscreening

SO FRÜH WIE MÖGLICH:

Anmeldung im Kreissaal und bei einer Hebamme www.hebammensuche.bayern

11.-14. SSW

 

Ersttrimesterscreening

(Nackenfaltenmessung) / NIPT

14.-16. SSW

Muvo

Ultraschall

(evtl Geschlechtsbestimmung)

19.-22. SSW

Muvo

II. Ultraschallscreening

Toxoplasmose-Screening

Zytomegalie-Screening

23.-29. SSW

Muvo

Tokogramm (Wehenschreiber)

Antikörpersuchtest 

ggf Rhesusprophylaxe (bei Rh -)

ab 24+0: 50g Zuckerbelastungstest 1h danach evtl 75g OGTT (nüchtern! 2 h)

Ultraschall

3D Ultraschall

Bei Beschwerden Akupunktur / Aku-Taping

 

Info Nabelschnurblutspende

29.-32. SSW

Muvo + CTG (Wehenschreiber + Herztöne), Pertussisimpfung,Grippeschutzimpfung saisonal

III. Ultraschallscreening

Toxoplasmose-Screening

Zytomegalie-Screening

Ab der 30. SSW

Kontrolle alle 2 Wochen 

 

32.-40. SSW

Muvo

CTG

1x Hepatitis B-Untersuchung (Hbs-AG) 

Ultraschall

3D Ultraschall

Streptokokkenabstrich (vaginal)

Akupunktur

Am Termin (ET) 

Muvo

CTG

Ultraschall

Nach dem Termin

CTG und evtl Fruchtwasserkontrolle alle 2 Tage

 

Nach der Entbindung

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben es geschafft! Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute! Geniessen Sie die wunderschöne Zeit mit Baby und informieren Sie uns nach der Geburt über Ihre Niederkunft. 

Vereinbaren Sie einen Kontrolltermin 6 – 8 Wochen nach der Geburt zur Abschlussuntersuchung. Hierbei werden wichtige Thermen wie Verhütung und Beckenbodentraining besprochen. Die nächste Kontrolle erfolgt in 3 Monaten zur ersten Krebsvorsorgeuntersuchung nach der Geburt. 

Falls es Ihnen nicht gut geht

Sollten Sie in den ersten beiden Wochen nach der Entbindung Probleme haben, zögern Sie nicht, bei uns einen Termin zu vereinbaren.

Wir helfen Ihnen gerne bei Stillproblemen, Schmerzen im Bereich von Geburtsverletzungen oder der Kaiserschnittnaht, Erschöpfung und depressiver Verstimmung („Baby Blues“). Es ist wichtig, dass Sie uns darüber informieren, falls sie große Probleme mit Ihrer neuen Situation als frischgebackene Mama haben und sich mit dem kleinen Neugeborenen überfordert fühlen. Es ist normal, dass man sich in dieser Situation neben den Glücksgefühlen auch viele Sorgen macht. Manchmal kann dies zu einer Wochenbettdepression führen. Rasche Hilfe ist wichtig- bitte melden Sie sich! 

Verhütung

Wir beraten Sie gerne über Ihre Verhütungsoptionen. Hier können Sie sich vorab informieren: MAMASCOUT.

 

Beckenboden

Beckenbodentraining kann man bereits während der Schwangerschaft praktizieren.

Wir empfehlen, nach Abschluss des Wochenbetts einen Rückbildungskurs bei Ihrer Hebamme zu besuchen. Eine sehr gute Ergänzung/Alternative stellt das Rückbildungstraining via  Pelvina App dar – die Kosten werden auch von den Krankenkassen übernommen. 

Bereits während des Wochenbettes besteht vor allem für Patientinnen mit vorbestehenden Beckenbodenproblemen/nach vaginal operativen Entbindungen die Möglichkeit, mit einem Restifem Pessar von Anfang an, die Muskulatur des Beckenbodens zu unterstützen. 

Was ist Restifem?